St. Johannes d.T. - Haslach
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Johannes ist der Größte im Alten Bund und er ist zugleich die Schwelle zum Neuen Bund. Von ihm sagte Jesus: "Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben."
Neben Maria ist Johannes der Täufer der einzige Heilige, dessen Geburt gefeiert wird. Sein Geburtstag ist der 24. Juni - genau sechs Monate (vgl. Lk 1,36) vor Christi Geburt. Zugleich sah man in diesem Datum, an dem die Tage kürzer werden, eine Anspielung auf sein Wort: „Er (Christus) muss wachsen, ich aber abnehmen".
Stimme des Rufenden, Wegbereiter des Kommenden, Vorläufer mehr wollte Johannes nicht sein. Er kündete Israel den Messias an. Er zeigte, dass Jesus der Messias ist. Ihn durfte er am Jordan taufen. Mit dem Hinweis: „Seht das Lamm Gottes" schickte er seine besten Jünger zu Jesus.
Dem Herodes redete er ins Gewissen wegen des unerlaubten Verhältnisses mit seiner Schwägerin Herodias. Dafür muss er ins Gefängnis gehen. Die Rachsucht dieser Frau drängt auf seine Enthauptung. Johannes starb als Märtyrer für die Einheit und Reinheit der Ehe. Sein ernster Ruf, umzukehren, das Leben zu wenden, gilt jedem - heute wie damals.
Weitere Informationen zu Kirchenpatrone finden Sie auf den Internetseiten unseres Bistums Regensburg.
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Im Jahre 1872 begannen die Planungen für einen Kirchenneubau. Dieser war erforderlich, weil die alte Kirche feucht und räumlich beschränkt war. Zu dieser Zeit besaß die kirchliche Stiftung sehr viel Vermögen und konnte die gesamten Kosten für den Neubau aus eigenen Mitteln aufbringen.
Am 25. Juni 1875 erfolgte die Grundsteinlegung mit Baumeister Karl Stapfer aus Rottenburg (Laaber). Bereits 2 1/2 Jahre später erfolgte die Benediktion des neuen Kirchengebäudes mit drei neuen Altären, Kanzel und Einrichtung. Angefertigt wurden diese vom Bildhauer und Fassmaler Michael Mayer (*21.09.1836 - †23.02.1911) und Altarbauer Paul Weiß (*1820 - †1896). Beide aus Landshut. Der Hauptaltar ist dem Kirchenpatron St. Johannes der Täufer geweiht, der Altar auf der Evangelistenseite dem Hl. Sebastian und der auf der Epistelseite dem Hl. Florian.

Am 12. Mai 1879 erfolgte die Heilige Weihe (Konsekration) durch den damaligen Bischof von Regensburg S.E. Ignatius von Senestrey (*13.07.1818 - †16.08.1906). Pfarrer Alois Guggenberger aus der Pfarrei Rudelzhausen betreute die Kirche und Peter Felsl war Kirchenpfleger zu dieser Zeit.
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Erstmalig erwähnt wurde die Filialkirchenstiftung Haslach in Visitationsprotokollen aus dem Jahr 1590. Jedoch geht aus früheren Protokollen (1559) hervor, dass die Pfarrei Rudelzhausen insgesamt sieben "Zuekirchen" besessen habe, zu denen sicher die Kirche Haslach zu zählen war. Von einem Friedhof ist erstmalig im Jahr 1600 die Sprache.
Nach dem 30 jährigen Krieg (1618-1648) soll die Kirche erweitert und verlängert worden sein und im Jahre 1665 werden 2 Kirchenpatrone - Johannes der Täufer und Johannes Evangelist - genannt. Zu dieser Zeit besaß die Kirche wohl 3 Altäre. Der Hauptaltar war den beiden Kirchenpatronen geweiht, ein Nebenaltar der Hl. Maria und der andere der Hl. Ursula und der Hl. Katharina.
Im Jahre 1872 erfolgte dann ein Neubau der Kirche.
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1872/75
Neubau (neugotischer Bau)
Entwurf für den Kirchenbau durch Bauamtmann Anton Völkl
Baumeister: Karl Stapfer, Rottenburg an der Laaber
1875
Grundsteinlegung
1876
Benediktion
1877
Errichtung der Altäre, der Kanzel und der übrigen Ausstattung
Altarbauer Paul Weiß, Landshut (1820-1896)
Figuren: Bildhauer und Fassmaler Michael Mayer, Landshut (1836-1911)
1878
Neue Orgel
Max Maerz München
1879
Konsekriert – Weihe durch S.E. Bischof v. Senestrey
1884
Errichtung eines Kreuzwegs (neue Rahmen für ältere Gemälde)
1901
Dacherneuerung
1905
Gesamtrenovierung
Zwei Chorstühle (Arch. Joh. Bapt. Schott, München), jedoch erst 1913 eingebaut
1909
Renovierung – Überfassung der Raumschale
1924/25
Gesamtrestaurierung der Kirche, Turm und Friedhof (unter Kirchenpfleger und Ehrenbürger Joseph Böck gest. 1928)
- Erneuerung der Wandbrokatmalerei im Chor
- Erneuerung sämtlicher Fußböden
- Stilfremde Buntfassung der Altäre
- Anschaffung einer neuen Orgel
- Anschaffung 2 neuer Glocken
1936
Entfeuchtung der Kirche Haslach
Errichtung Drainagegraben
1950/51
Innenrenovierung
Neutrale Überdeckung der farbigen Ausmalung
1966
Bau des Leichenhauses neben der Kirche
- Entwurf und Ausführung Baumeister Schleibinger
- Sgraffito von Grafiker Münch - Ebrantshausen
- Geweiht durch H.H. Pfarrer Bauer - Rudelzhausen
Renovierung der Friedhofsmauer
Friedhofskreuz neu vergoldet
1972
Orgelinstandsetzung
1977
Außenrenovierung mit Ziegelerneuerung auf Dach
1988
Erneuerung der Kirch- und Friedhofmauer
1991
Innenrenovierung
- Rekonstruktion der ursprünglichen Ausmalung nach Befund; die Fensterleibungen erhielten entgegen dem Befund eine schlichte Quaderfugenmalerei
- Errichtung eines neuen Volksaltars Hölzener Altartisch, in neugotischer Manier, den Altarsockeln der Seitenaltäre von 1877 nachgebildet
1992
Orgelrenovierung
1992
Erneuerung Kirchengeläut
2005
Holzschädlingsbekämpfung
2012
Planungsbeginn Außensanierung (Schadensbehebung zur Erhaltsicherung)
2013
Renovierung Leichenhaus
2014
Kirchengeläut überholt wegen zu stark schwankendem Kirchenturm
- Ausgleichsgewichte installiert,
- Läutemaschine erneuert
2015/2016
Instandsetzung Kirchenfundament mit
- Abbruch Lüftungsgraben und Mauerfussinstandsetzung
- Lehmschlagabdichtung des Fundaments
- Sockelinstandsetzung mit Neuverfugung
2017/2018
Instandsetzung Kirchenturm mit
- Ausbesserung der Fassade (Steine und Fugen)
- Restauration des Turmkreuzes
- Überarbeitung und Verankerung des Turmhelmes
- Erneuerung der Schallläden im Glockenstuhl
- Überarbeitung der Turmuhr (Zifferblätter und Zeiger)
- Ausbessern der Traufen und Dachanbindungen
- Renovierung der Turmfenster
2018
Erneuerung Friedhof Beleuchtung
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