St. Johannes d.T. - Haslach
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Die Kirche St. Johannes der Täufer ist eine katholische Filialkirche der Kirche St. Vitus Au und liegt inmitten der Hallertau, im Gemeindeteil Haslach (~200 Einwohner) des Marktes Au in der Hallertau im Landkreis Freising. Errichtet wurde sie 1875 anstelle der alten Kirche als neugotischer Rohziegelbau mit eingezogenem Polygonalchor. Früher zur Pfarrei Rudelzhausen zählend, gehört sie heute zur Pfarrei Au im Dekanat Geisenfeld des Bistums Regensburg.
Die Kirche ist von einem kleinen kirchlichen Friedhof mit derzeit 35 Grabstätten nebst Leichenhaus und Friedhofsmauer umgeben und liegt am Rand des Dorfes.
4 ha Wald und etwa 1 ha landwirtschaftliche Flächen, die an hiesige Landwirte zur Bewirtschaftung verpachtet sind, besitzt die Filialkirchenstiftung Haslach darüber hinaus.
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„Das weithin sichtbare Kreuz erinnert uns jeden Tag an die Auferstehung. Es ist ein Symbol unseres Glaubens.“
| Höhe | 3,40m |
| Breite | 1,40m |
| Kugeldurchmesser | 0,52m |
| Wandstärke | 0,77mm bei Kugel 1,5mm |
| Oberfläche | 2,8m² |
| Material | Kupfer - 3x lackiert und vergoldet |
| Gewicht | 35kg |
| Vergoldung | 462 Stk. Blattgold mit einer Stärke von 1/7000mm |
| Hersteller | Spenglerei Popp Mainburg – Inhaber Martin Richtsfeld |
| Herstellungsjahr | 2017 |
| Grund | Ersatz für stark beschädigtes Kreuz aus dem Jahr 1878 |
| Segnung | 09.12.2017 durch H.H.Pfarrer Berthold Heller Ortspfarrer der Pfarrei Au in der Hallertau |
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Im Jahre 1966 erhielt Haslach ein eigenes Leichenhaus. Entworfen und erbaut wurde dies durch Baumeister Schleibinger. Die Verstorbenen in Haslach wurden seither bis zur Beerdigung zu Hause aufgebahrt, das sich mit dem Bau nun ändern wird.
Das über dem Eingang befindliche Sgrafitto - den auferstandenen Heiland darstellend - wurde durch den bekannten Grafiker Helmut Münch aus Ebrantshausen gefertigt und mit den Zeilen "Ich bin die Auferstehung und das Leben" (und wer an mich glaubt, den will ich auferwecken am Jüngsten Tage) ergänzt. Ein wirklich gelungenes Werk, das Freude und tiefes Besinnen zum Ausdruck bringt.
Im Jahr 2013 wurde das Leichenhaus von der Dorfgemeinschaft vollständig renoviert.
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In unserem 37m hohen Kirchenturm sind 3 Glocken aus Bronze gegossen aufgehängt. Die Mittlere der drei Glocken wurde bereits 1837 (Prägedatum in der Glocke) gegossen. Ob diese ursprünglich für unsere Kirche gedacht war ist fraglich, denn aus Aufzeichnungen des bischöflichen Archivs in Regensburg geht hervor, dass die Kirche erst 1850 eine Glocke erhalten habe. Ab dem Jahre 1949 wurden zwei weitere Glocken im Turm der Kirche untergebracht. Eine etwas größere und eine etwas kleinere Glocke.
Glocke 1 – HEILIGER JOSEF - (höchster Klang)
Prägungen:
IN ALLER NOT IN ANGST UND TOD
BITTE FÜR UNS SCHUTZPATRON ST. JOSEF
Bildnis St. Josef mit Jesukind
Gießer:
Ludwig Will (Bruckberg Obb.)
Material:
Bronze
Gussjahr:
1949
Durchmesser:
805 mm
Glocke 2 – MARIA GLORIOSA - (mittlerer Klang) und ¼ Stundenschlag:
Prägungen:
JOHANN FRÜHHOLZ
FECIT ANNO DOMINI MONACHO 1837
Bildnis Kreuzigungsgruppe
Bildnis Heiliger mit Bischofsstab
Gießer:
Johann Frühholz (München)
Material:
Bronze
Gussjahr:
1837
Durchmesser:
875 mm
Glocke 3 – JOHANNES DER TÄUFER - (tiefster Klang) und Stundenschlag:
Prägungen:
DES RUFENDEN STIMME BIN ICH
BEREITET DEN WEG DES HERRN
Bildnis Johannes der Täufer
HASLACH 1949
Mich goss Ludwig Will
Bildnis Papst Pius XIII
Gießer:
Ludwig Will (Bruckberg Obb.)
Material:
Bronze
Gussjahr:
1949
Durchmesser:
1065 mm
An der Läuteanlage wurden mehrfach Veränderungen durchgeführt. 1992 mußte der Glockenstuhl aufgrund der immerwährenden Feuchtigkeit ersetzt werden. Mit dieser Maßnahme kamen zugleich neue Läutemaschinen und eine neue Steuerung der Kirchenuhr. Im Zuge der Planung der Aussensanierung wurde in 2013 festgestellt, dass der Kirchenturm zu sehr hin und her schwankt und die verstärkte Rissbildung in der Fassade und im Kirchenraum auf das Geläute zurückzuführen ist. 2014 wurde der Beschluss gefaßt, die Läutemaschinen erneut zu erneuern, die nun ein schwingungsarmes Verhalten aufweisen.
Sie wollen noch mehr über Glocken und deren Tradition erfahren. Unser Bistum hat hierzu unter http://www.bistum-regensburg.de/kunst-kultur/kirchenmusik/glocken-glockensachverstaendige/ auch einiges veröffentlicht.
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1884 wurde in der Kirche ein Kreuzweg mit 14. Stationen - 14 Stationen des Leisdensweges Jesu - errichtet. Gemälde in nachbarock-nazarenischer Manier mit streng architektonisierten neugotischen Rahmen. Vermutlich stammen die Bilder noch aus der alten Kirche, die dann neu gefaßt wurden. Aller Erfahrung nach wären die Kreuzwegbilder 1884 für die Kirche größer ausgefallen.
Die Kreuzweg-Stationen sind:














1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt
2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter
5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen
9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt
11. Station: Jesus wird an das Kreuz genagelt
12. Station: Jesus stirbt am Kreuz
13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt
14. Station: Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt.
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